Schieflagen 02: das Interview mit AKIM

Shownotes

Das Video kann man unter folgendem Link sehen: youtu.be/krxAXUSQlLo Mehr Infos über unser Projekt Schieflagen: https://www.petrakellystiftung.de/de/2020/07/27/unser-videoprojekt-schieflagen

AKIM: www.muenchen.de/rathaus/Stadtverw…ungsamt/akim.html ähnliches Projekt in Wien: www.fairplayteam.at/ und in Zürich: www.stadt-zuerich.ch/sd/de/index/st…leben/sip.html

Musik: Vibe Ace Kevin MacLeod (incompetech.com) Licensed under Creative Commons: By Attribution 3.0 License creativecommons.org/licenses/by/3.0/


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Transkript anzeigen

00:00:01: Untertitel im Auftrag des ZDF.

00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zu den vierten Episode unseren schieflangen Podcast.

00:00:05: Das Podcastprojekt in Verbindung mit unserem gleich benannten Videoprojekt, wo wir die Themen des Videos noch mal tiefer betrachten und uns Zeit nehmen, mit den Interviewpartnerinnen länger zu reden.

00:00:16: Schieflangen sind strukturellen Probleme, die schwer zu lösen und nicht nur durch einzelne Fälle zu betrachten sind, also alles, was in unserer Gesellschaft schiefgeht.

00:00:24: Im Video haben wir unterschiedliche Perspektiven betrachtet, über wie und welche Konflikte im öffentlichen Raum entstehen, vor allem, wenn Jugendliche und junge Wachsinnen involviert sind.

00:00:33: In diesem Episode reden wir mit Franziska und Michael, zwei Mitarbeiterinnen von der Allparteilichen Konfliktmanagement in München, kurz Akim, über wie dieses Projekt entstanden ist, welche Projekte sie in spielgierter Armen und wie das Ganze durch Beziehungen mit anderen Behörden und Akteuren funktioniert.

00:00:49: Viel Spaß beim Hören und bis zum nächsten Mal!

00:01:00: Im Video war ihre Rolle quasi uns zu erklären, was sind die mögliche Konfliktbehandlungen im öffentlichen Raum, aber als wir sie kennen gelernt haben, war für uns so interessant zu sehen, eigentlich auch, wie Akim entstanden ist, von welchen andere Projekte sich inspiriert hat und wie könnte man auch in anderen Städte ähnliche Projekte durchführen.

00:01:25: und daher sitzen wir heute und Ich frage Ihnen mal, wie Intergrunde dieses tolles Projekte?

00:01:30: Also grundsätzlich

00:01:30: gibt es Aki seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... Das erste Projekt hat sozusagen am Gärtnerplatz stattgefunden.

00:01:39: Das war wirklich ein Projekt für einen Sommer, wo Honorarkräfte am Gärtnerplatz präsent gewesen sind und vor Ort vermittelt haben zwischen Anwohnern und den Nutzerinnen.

00:01:49: Allerdings hat sich dann die Stelle institutionalisiert.

00:01:53: Das heißt, es wurden dann im Jahr drauf feste Stellen geschaffen.

00:01:58: Und es gab fest angestellte Personen, die eingestellt wurden.

00:02:01: Also wir haben vier Vollzeitstellen, die aber von Beginn an immer so auf fünf Personen aufgeteilt worden sind und haben... In dieser Zeit dann bis heute mit Honorarkräften auch gearbeitet, sind selber aber auch viel draußen unterwegs und aber auch viel im Konfliktmanagement präsent in der Stadt München.

00:02:19: Und es ist auch ein einzigartiges Projekt in Deutschland, weil es bis dato eigentlich kein ähnliches Projekt oder keine ähnliche Stelle, denn im Projektstatus haben wir ja gar nicht mehr, sondern wir sind tatsächlich eine feste Stelle, die in der Form geschaffen worden ist und in der Form im öffentlichen Raum aktiv ist.

00:02:35: Das gibt es eigentlich bisher gar nicht.

00:02:37: Modelle in den Österreich und der Schweiz, die wir sozusagen ein bisschen als Vorbilder auch genutzt haben.

00:02:45: Sam Wien zum Beispiel oder Sepp Züri, die ähnlich arbeiten und trotzdem wieder ganz anders.

00:02:52: Aber es waren trotzdem Vorbildmodelle, die unsere Leitungen genutzt hat, um praktisch diese Stelle zu installieren.

00:03:00: Und das waren allerdings auch Stellen, wo man auch im öffentlichen Raum präsent ist, aber wo auch nicht nur eine stattgefunden hat, sondern auch Hinweise zu ordnungsrechtlichen Themen und da so ein bisschen eine Verbindung stattgefunden hat, die stärker ist als bei uns.

00:03:16: Wir geben natürlich auch Hinweise, aber wir versuchen wirklich, das ordnungsrechtliche Thema den Stellen zu verlassen, die dafür eigentlich zuständig sind.

00:03:24: Das ist jetzt bei den Stellen sonst nicht unbedingt ganz so der Fall.

00:03:27: Aber es war auf jeden Fall ein Vorbild.

00:03:29: Okay.

00:03:29: Für diejenigen, die vielleicht zuerst in Podcast hören und dann das Video sehen, könntest du vielleicht kurz erzählen, was ihr macht überhaupt?

00:03:38: Genau.

00:03:38: Also Akim heißt allparteiliges Konfliktenmanagement im Wünchen.

00:03:41: Wir sind eine städtische Stelle, die im Sozialbefahrrad angesiedelt sind und wir werden quasi tätlich bei Konflikten bezüglich der Nutzung des öffentlichen Raums und sind ja vermittelt und beruhigend.

00:03:54: Tätig, genau.

00:03:54: Also überall da, wo öffentlicher Raum ist, öffentliche Plätze, Straßen, Grünflächen.

00:03:59: Und es ist immer dann der Fall, wenn zum Beispiel im Polizeieinsatz unverhältnismäßig wäre oder wenn es keine rechtlichen Grundlagen dafür gibt, also wenn es halt so Grauzonen gibt, wo man halt mit anderen Mitteln besser dran geht und wo halt keine Regeln bestehen, glauben wir halt, dass es wichtig ist, mit allen Parteien zu reden und gemeinsam.

00:04:18: eine Lösung zu suchen, die aber auch von allen Beteiligten getragen

00:04:21: wird.

00:04:22: Das ist immer ganz wichtig, wenn es halt keine Regierungsmechanismen gibt.

00:04:25: Und was unser Alleinstellungsmerkmal momentan noch in Deutschland ist, dass wir als solche Stelle mit einem allparteilichen, quasi neutralen, dialogischen Ansatz auf Augenhöhe unterwegs sind.

00:04:37: Okay, das heißt, ihr seid nicht für eine Seite des Konfliktes, sondern ihr moderiert quasi das Gespräch mit den

00:04:48: vorrierten

00:04:49: Personen.

00:04:50: Genau, letztendlich bedeutet das, dass man ... Albertartigkeit bedeutet eigentlich, dass man im Konflikt in der Sache neutral ist.

00:04:56: Das heißt, wir haben keine emotionale Bindung oder auch haben keine professiones, berufspolitische Bindung zu dem Konflikt.

00:05:04: Wie andere Stellen es haben, Streetworker sind natürlich ... z.B.

00:05:07: automatisch Personen, die auch parteilisch sind und es auch sein müssen.

00:05:11: Bei uns ist es so, dass wir da neutral sind.

00:05:13: Aber alle Seiten gleichermaßen vertreten und versuchen, alle Bedürfnisse von den Leuten irgendwie ernst zu nehmen und zu gucken, wie kriegt man das dann zusammen?

00:05:22: Und das bedeutet letztendlich, dass es immer einen Kompromiss geben wird.

00:05:26: Ein Idealzustand herzustellen ist natürlich schwierig.

00:05:28: Aber wenn alle aufeinander zugehen und das moderieren wir sozusagen, diesen Prozess, kann jeder ein bisschen was dazugekommen.

00:05:35: Und jeder muss aber auch damit leben, in der Stadt ein bisschen was abgeben zu müssen.

00:05:38: Also es wird nie vollkommende Ruhe geben und es wird aber auch nicht möglich sein, immer und überall zum Beispiel im öffentlichen Raum sich aufzuhalten und alles zu tun, was man tun möchte.

00:05:46: Also da muss man eben auch einen Mittelweg finden und das ist letztendlich unser Top.

00:05:50: Da auch mit Kommunikation und da gibt es natürlich auch verschiedene Methodiken dazu, so einen Zustand herzustellen.

00:05:56: Mhm.

00:05:56: Könnt ihr vielleicht Beispiele nennen, wie ihr einen Konflikt bearbeitet habt, die vielleicht sich

00:06:02: momentan

00:06:03: abgeschlossen hat?

00:06:04: Weil im Video, wir haben gesehen auch, dass alle eure Kompromisse sind natürlich eine vernäufige Lösung, kann man nennen, weil die Akteure im öffentlichen Raum wechseln sich ständig.

00:06:16: Das heißt, es kommen neue Leute dazu, die noch nicht in diesem Konfliktbearbeitung involviert waren.

00:06:23: Und

00:06:23: ja, im Podcast soll weil wir mehr Zeit haben, etwas konkreter

00:06:28: so was erziehen.

00:06:29: Also grundsätzlich ist es erst mal so zur Fallbearbeitung gekommen.

00:06:33: Meldungen?

00:06:34: von verschiedensten Stellen.

00:06:35: Das kann eine Privatperson sein, die sagt, ich hab dann ein Konflikt, bei mir vor der Haustür passiert immer das und das.

00:06:41: Da ist eine Gruppe, die mich stört, die sind immer laut nachts oder am Abend oder im Krönchen sehr viel rum, auch tagsüber schon, manchmal mit Alkoholkonsum zu tun.

00:06:50: Und bis hin zu der Stelle des Oberbürgermeisters, die sich an uns wendet und sagt, das wäre doch wahrscheinlich was für Ackchen könnte, die euch das mal anschauen.

00:06:57: Dann sprechen wir mit allen Parteien, das ist in der Springepunkt, wir sprechen nicht nur mit der Partei, die sich beschwert.

00:07:03: Sondern wir gehen auch raus auf die Straße und sprechen mit den Leuten, die, wenn wir die jetzt ins Büro einladen würden, die nicht kommen oder auch natürlich wir gar nicht wissen, wer sind die eigentlich.

00:07:12: und wir gehen raus und sprechen mit denen, um alle Perspektiven zu verstehen.

00:07:15: Und dann gibt es verschiedene Modelle.

00:07:17: Entweder wir machen einen Rundentisch oder ein Vermittlungsgespräch oder wir machen ein Projekt, das wir die Leute zusammenbringen in irgendeiner Form.

00:07:25: Da gibt es Begehungen, spezielle mit Fachpersonen.

00:07:28: Wir laden auch ganz viele natürlich andere Stellen mit ein, die da involviert sind.

00:07:32: versuchen, das zu koordinieren, den Informationsaustausch auch zu koordinieren und gemeinsam dann auf irgendeine Art und Weise Ideen zu entwickeln, wie das besser laufen könnte.

00:07:42: Konkrete Beispiele, das kommt ganz arg auf die Zielgruppe an, weil wir arbeiten natürlich mit ganz viel mit Anwunden.

00:07:49: Die auch heterogen sind als Gruppe natürlich, sich unterschiedlich verhalten und wir arbeiten dann auch wieder mit ganz unterschiedlichen Gruppen.

00:07:55: Seins, junge Erwachsene, Jugendliche.

00:07:58: Frauen, Männer, eine Gender-Thematik steckt natürlich auch immer drin.

00:08:02: Wir arbeiten mit Stammstärkgruppen, also Personen, die sich immer wieder auch an denselben Orten täglich aufhalten in Gruppen.

00:08:08: Und dort einfach nur sind, aber eben für sie auch richtige soziale Kontakte pflegen.

00:08:13: Wir arbeiten mit Menschen, die suchtmittelabhängig sind und da Gruppen, die sich bilden.

00:08:18: Menschen, die tatsächlich nur Grillen in einem Park oder Rundebesitzer können, dass seine Besitzerinnen das.

00:08:24: Da gibt es ganz viele verschiedene Gruppen, die sich da... aufhalten sozusagen.

00:08:28: Konkrete Beispiele, was würde da gut passen, was wir dieses Jahr gut abgeschlossen haben, zum Beispiel eine Gruppe, die sich jeden Tag trifft, die dort in Kontakt zu pflegen, eine Gruppe, die sehr heterogen ist, wo ganz viele verschiedene Menschen sich treffen, was aber auch in der Nähe von Ständen ist und stattfindet, wo aber auch ein Biergarten um die Ecke ist, also wo wirklich so eine Masse an Menschen sich jeden Tag aufhält und aufeinander trifft.

00:08:55: und alle diese Bereiche sind berechtigt, alle diese Leute machen was total normales an Anfangszeichen, dürfen sich treffen, dürfen sich aufhalten.

00:09:04: Schwierig wird es da, wo einfach diese Bedürfnisse aufeinandertreffen, dass eine Standbesitzerin Besitzer sagt, das ist mir jetzt zu nahe.

00:09:11: Ich brauche ein bisschen mehr Platz.

00:09:12: Ich brauche ein bisschen mehr Platz für meine Kundinnen.

00:09:15: Und wie auch die Gruppe sagt, wir brauchen aber auch ein bisschen Platz, um uns auszubreiten, um es zu treffen.

00:09:20: Die Gruppe wird mal größer, mal kleiner.

00:09:22: Und dann auch noch paar Sachen da sind, die durchgehen wollen.

00:09:25: Und wie kann man das jetzt?

00:09:27: und wir haben einfach da viele Gespräche vor Ort geführt, haben die Gruppen sensibilisiert, haben mit beiden Seiten uns ausgetauscht, haben versucht diese ganzen Perspektiven aufzugreifen und dann festgestellt, dass wir dort am besten in Schattling machen.

00:09:40: Also wir schatteln sozusagen die Interessen und Bedürfnisse von der einen Seite zu der anderen und wieder anders herum.

00:09:47: Und das haben wir so lange hin und her getragen, bis beide Seiten auf den Nenner gekommen sind, wie sie gut miteinander nebeneinander

00:09:54: auskommen.

00:09:55: wenn wir eine Situation erreicht haben, wo man gut nebeneinander existieren kann.

00:10:00: Und das ist dort der ideale Zustand.

00:10:02: Also, es wird nicht so sein, dass sie die besten Freunde werden.

00:10:05: Das ist auch überhaupt nicht das Ziel.

00:10:06: Sondern sie können gut nebeneinander existieren und sich gegenseitig so sein lassen.

00:10:10: Und das ist zum Beispiel ein praktisches Beispiel für so einen Platz, der sehr stark belebt ist.

00:10:16: An irgendwelchen Märkten oder unter Plätzen.

00:10:21: Ja.

00:10:21: Mir würde interessieren

00:10:23: ... Warum

00:10:24: genau München als erste und einzelne Stadt bisher in Deutschland die so eine Stelle hatte?

00:10:30: Weil vielleicht es hat

00:10:31: auch

00:10:32: was zu tun in der Richtung, in der sich die Stadt entwickelte.

00:10:36: Oder was waren denn die Hintergründe außer dieser einzelnen Fall am Angerbnerplatz?

00:10:42: Weil ich kann mich gut vorstellen in Berlin oder Hamburg oder anderer Städte.

00:10:45: Also eigentlich in jedem Stadt gibt es solche Kohflichte im öffentlichen Rahmen.

00:10:50: Ja.

00:10:52: Also definitiv.

00:10:54: Und es ist so, dass es deswegen diese Stelle entwickelt wurde.

00:10:59: Das hat zwei Gründe.

00:11:00: Das hätte auch in jeder anderen Stadt meiner Meinung nach passieren können.

00:11:03: Das hat ein bisschen was mit den Vorläufer stellen, die es hier schon gibt zu tun.

00:11:07: Das heißt, sie gab schon Steg, die Stelle für Gemeinwesen, Mediation, die auch schon immer mit Mediatoren, die ehrenamtlich gearbeitet haben, Konflikte bearbeitet hat.

00:11:17: Erstens hat da unsere Leitung, es ist unsere Leitung dort aufgefallen, dass es immer mehr Konflikte gibt, die mit dem öffentlichen Raum zu tun haben.

00:11:25: Und zweitens hat sie dann auch meine Umfrage gemacht und es wurde deutlich bei verschiedenen Reparaten und Stellen in der Stadt, dass viele das Problem haben, dass es immer wieder Konflikte mit diffusen Gruppen gibt, also eben diesen Nutzerinnen und Nutzern, die man nicht greifen kann im öffentlichen Raum und sowas wie auch den Gärtnerplatz, den er die Stegstelle schon lange bearbeitet hat, ebenso viele Menschen gibt die die nicht in der Mediation so an den Tisch zu holen sind.

00:11:50: Wie geht man jetzt damit um?

00:11:51: Und da wurde deutlich, dass es viele solche Konflikte gibt.

00:11:54: Und daraufhin hat man gesagt, okay, da brauchen wir aber ein bisschen anderes Format.

00:11:57: Und daraufhin hat sich Akklima-Stelle entwickelt oder wurde entwickelt.

00:12:01: Das hätte aber auch in jeder anderen Stadt vielleicht früher passieren können.

00:12:04: Also in Berlin zum Beispiel gibt es auch Modelle, wo man vielleicht nicht so institutionalisiert wie in München, aber wo man auch versucht, in Räumen dialogisch zu arbeiten.

00:12:13: Also es ist nicht so, dass es das gar nicht gäbe.

00:12:16: Ich glaube aber, dass letztendlich jede Stadt dieselben Probleme hat.

00:12:19: In München ist allerdings die Stadt sehr eng, sehr dicht, sehr voll.

00:12:24: Und wir haben vom Platz ja noch mal vielleicht ein größeres Problem als andere Städte.

00:12:29: Bei ihnen sehen wir den gleichen Trend, also auch die haben das gleiche Problem.

00:12:33: Nur in München ist es vielleicht schon weiter vorangeschritten, dass wir einen extremen Nutzungsdruck auf den öffentlichen Raum haben, weil wir so wenig davon haben und immer mehr Menschen auf eine Fläche ziehen, die sich nicht wesentlich größer erweitern lässt, weil letztendlich ist München.

00:12:48: voll bebaut.

00:12:49: Also es ist nicht möglich, da müsste man jetzt irgendwie nach außen ausweiten und es geht eigentlich auch nicht.

00:12:53: Andere Städte haben oft noch mehr Freiflächen, mehr Bebauungsmöglichkeiten als München.

00:12:57: Das ist in München die Hauptschwierigkeit.

00:13:00: Das ist bestimmt auch ein Grund, warum so viele Nutzungskonflikte da sind.

00:13:03: Aber in den Kooperationen mit anderen Städten wissen und hören wir auch in kleineren Städten, dass es diese Probleme letztendlich überall gibt.

00:13:11: Einerseits wegen der Dichte der Stadt.

00:13:13: Andererseits, weil die Menschen im öffentlichen Raum mehr nutzen als früher.

00:13:17: Das ist ein Phänomen, das betrifft ganz Deutschland, dass einfach mit den warmen Nächte mehr draußen genutzt werden und da auch vielfältig genutzt werden.

00:13:26: Das war früher nicht so.

00:13:28: Da hat sich tatsächlich was verändert in der Art und Weise, wie Menschen sich verhalten.

00:13:34: Die Nutzungsarten ändern sich halt eben auch, wo man früher vielleicht nur von A nach B gelaufen ist und sich nicht vorstellen hätte können, vielleicht Wir auf dem Weg zu trinken, machen das jetzt die Leute auch unterwegs oder essen halt viel mehr draußen, vor allem in Restaurants, das war vor dreißig Jahren nicht so der

00:13:51: Fall.

00:13:53: Genau das Wegbier.

00:13:54: Das hat sich halt alles viel geändert oder wie halt auch die Ansprüche an den öffentlichen Raum sich ändern und wie man ihn halt auch nutzt und nutzen kann.

00:14:03: Also da werden die Menschen auch weit kreativer und sehen die Stadt auch als ihre Stadt an und versuchen es dann auch so mehr zu nutzen.

00:14:10: Okay, das ist quasi eine weiteren versteckte Konsequenz des Klimawandels.

00:14:16: Aber bestimmt hat das was damit zu tun interessant.

00:14:19: Das ist aber auch, dass die Menschen die Stadt nutzen.

00:14:22: Also das ist schon auch eine Identifikationsfläche mehr als früher der öffentliche Raum.

00:14:26: Das hat auch was Positives.

00:14:28: Also das ist ja nicht nur so, jetzt sind sie alle im öffentlichen Raum und wir haben nur Probleme, sondern es ist ja auch was Schönes, dass der öffentliche Raum genutzt wird und vielfältig genutzt wird.

00:14:35: Das sehen wir ja als Ressource.

00:14:37: Aber alle müssen noch Platz haben.

00:14:39: Und es soll niemand verdrängt werden und das ist aktiv auch wichtig.

00:14:42: Das steht auch klar von Stadtrat beauftragt, dass wir dafür da sind, zu versuchen, dass alle den Raum nutzen können und nicht einzelne Gruppen aus dem Raum verdrängt werden.

00:14:51: Das ist so ein ganz wichtiger Punkt, denn viele wollen den Raum vielfältig nutzen, haben aber auch vielleicht die finanzielle Ausstattung dafür oder die Möglichkeiten.

00:14:58: Das bedeutet aber dann nicht im Umkehrschluss, dass die, die den Raum brauchen, weil sie keinen Platz haben, weil sie beengt wohnen, weil sie sonst isoliert sind oder vereinsert.

00:15:08: dass diese Leute dann an irgendwelche Ecken getränkt werden, immer weiter raus an den Rand, also weil sie sonst einfach stören

00:15:16: oder

00:15:18: so, oder als störend empfunden wären, das darf dann im Umkehrschluss aber nicht passieren.

00:15:21: Also vielfältige Nutzung, ja, aber ich bin nicht allein auf der Welt oder meine Freunde und ich sind nicht allein auf der Welt.

00:15:27: Es gibt immer noch andere, die mir auch nicht immer gefallen, aber die sind vielleicht sogar noch mehr auf den öffentlichen Raum angewiesen, als ich.

00:15:35: Und das muss man immer in Verbindung

00:15:36: sehen.

00:15:37: Ja, wir haben ab und zu im Video in den unterschiedlichen Interviews auch gesehen, wie ... besonders jugendlichem, jünger Erwachsene auf öffentlichen Raum angewiesen sind, weil sie noch keine eigene Wohnung

00:15:51: haben, beispielsweise.

00:15:52: Und auch weil sie kein Geld haben, sich ständig in Cafés zu aufhalten.

00:15:59: Also diese Konsumzwang des relativ öffentlichen Raums wie Cafés, Bars, McDonalds und solche Sachen.

00:16:07: Und deswegen finde ich sie sehr wichtig, dass diese Sache betrachtet wird.

00:16:12: Besonders die Leute, die den öffentlichen Raum brauchen, sollten nicht bedrängt werden.

00:16:18: Das

00:16:18: heißt, die Haupttrends

00:16:20: sind dann so eine große, weiter überbauende Staate, eine Verringerung quasi des bereits stehenden öffentlichen Raums.

00:16:30: Aber auch, wie ihr gesagt habt, diese erröte Beliebung des öffentlichen Raums sei es, weil die Cafés T-Shirts draußen haben

00:16:40: oder

00:16:40: bei mannen.

00:16:41: guter Wegs viel mehr machte miteinander.

00:16:45: Genau.

00:16:46: Ihr könntet vielleicht kurz über dieses regelmäßiges Netzwerk treffen, erzählen mit anderen Städten, mal ein bisschen so die Perspektive zu geben.

00:16:55: Nicht nur, dass ihr Wunsch, dass Akin auch in andere Städte gebe, sondern auch, dass ihr schon daran quasi arbeitet, ganz konkret zu zeigen, wie ihr ein bisschen euer Alltag sieht.

00:17:08: Genau.

00:17:08: Also wir arbeiten ja nicht nur operativ, also dass wir auf der Straße sind mit allen Beteiligten sprechen und mit Anwohnern, denn also Bürgerinnen und Bürgern, sondern wir veranstalten auch Fachtage, wo wir das Thema kommunikative Konfliktbearbeitung halt weiter forcieren.

00:17:27: Die letzten Fachtage waren so mehrheitlich auf dem Thema subjektive Sicherheit stärken in der Gesellschaft, in der Stadtgesellschaft.

00:17:34: Und daraus haben sich dann auch Gruppen gebildet, also Arbeitsgruppen, zum Beispiel eine interregionale Arbeitsgruppe, die tatsächlich über die Landesgrenzen rausgeht.

00:17:44: Also wir haben

00:17:44: dann auch Kommunen

00:17:45: aus Österreich und auch der Schweiz, die sich mit dem Thema Dialogische Verflickbearbeitung auseinandersetzen und sich auch weiter trifft.

00:17:52: Genau.

00:17:52: und um dieses Thema halt dann auch weiter auch in Deutschland zu vernetzen und auch weiter zu arbeiten.

00:17:57: Also die Städte, die halt da einen Teil nehmen, die machen sich natürlich auch Gedanken, wie es weitergeht, was für neue Ansätze man auch entwickeln kann.

00:18:06: Und wir treffen uns in dem Kontext einmal ja bisher und versuchen dann auszutauschen.

00:18:12: Cool.

00:18:14: Also das ist tatsächlich so ganz konkret im Netzwerkarbeit.

00:18:18: Genau.

00:18:18: Also unsere Stelle, das wird oft unsere Stelle von außen reduziert auf die Tatsache, dass wir mal nicht nach Raumpräsenz sind.

00:18:27: Das ist einerseits keine Reduzierung, weil das ist wirklich eine Ressource von uns, dass wir im Gegensatz zu anderen städtischen Stellen und deren, weil sie auch die Ressourcen nicht haben, auch nachts.

00:18:36: uns Konflikte anschauen und nicht Konflikte bearbeiten, wo eigentlich die Personen, die bei der Stadt arbeiten, überhaupt nicht gesehen haben, wie das vor Ort aussieht.

00:18:44: Das ist für uns eine riesige Ressource, dass wir mitsprechen können, wie sieht das vor Ort aus und dass wir das fachlich, professionell gesehen und auch eingeschätzt haben.

00:18:54: Wir haben natürlich unsere eigenen Kriterien entwickelt, wie wir Verhältnismäßigkeit zum Beispiel einschätzen oder wie wir eine Nutzung örtlichen Raum einschätzen.

00:19:02: Wie viel Prozent vom Platz nimmt welche Gruppe ein?

00:19:05: Wann ist es eine Beengtheit da?

00:19:08: Wann kann man eigentlich aber wunderbar an der Gruppe vorbeigehen?

00:19:11: Man findet das vielleicht nicht toll, dass die da ist.

00:19:13: Man hat genug Platz da vorbeigehen und man muss nicht mit der Gruppe in Kontakt kommen oder oder oder.

00:19:18: Also wir haben viele professionelle Kriterien, wie wir den Raum anschauen und den Konflikt anschauen und da können wir mit diesen Informationen, können wir natürlich den Konflikt vermittelt auch ganz anders moderieren.

00:19:30: Zusätzlich aber arbeiten wir viel im Büro, im Sinne von wir machen ganz viel Konfliktmanagement.

00:19:35: Das heißt, unsere Hauptaufgabe ist tatsächlich nicht das Rausgehen und anschauen, das ist ein Baustein unserer Arbeit, sondern wir machen ganz viel mehr im Sinne von, wie bereiten wir eine Moderation vor, wie bereiten wir Projekte vor Öffentlichkeitsarbeit und Vermerzungsarbeit oder Bahnekompetenz entwickeln.

00:19:52: der Stadt und den Bürgerinnen und Bürgern immer wieder klarzumachen durch verschiedenste Tätigkeiten, wie wichtig es ist, auch auszuhalten, wie wichtig es ist, aber auch wie wir aushalten und wie wir mit Konflikten umgehen und dass eine Stadt einfach auch so ein Melting-Pott ist, also einfach ein Ort, wo viel zusammen trifft und wo man auch einfach Phänomene hat, die aber nicht immer als Gefahr eingestuft werden müssen.

00:20:16: Also, unser Aufgabe ist auch ganz viel, den Leuten klarzumachen.

00:20:19: Ja, ihr habt subjektiv ein Unsicherheitsgefühl.

00:20:22: Wir haben aber auch manchmal die Erfahrung gemacht, dass wir die Anwohnerinnen und Anwohner in der Hand genommen haben, gesagt haben, wir gehen jetzt zur Gruppe.

00:20:28: Das passiert natürlich erst nach einem längeren Prozess.

00:20:31: Und die lernen sich kennen und stellen fest, okay.

00:20:34: Ich versteh vielleicht immer noch nicht, warum ihr das tut, aber ihr seid ansprechbar.

00:20:37: Ihr tut mir nix.

00:20:39: Das kann diesen Mehrwert sein.

00:20:40: Weil das, was wir sehen, ordnen wir ein.

00:20:44: Das kennen wir vom ganz normalen Gespräch nicht.

00:20:46: Niemand kennen und denkt mir, du bist sympathisch, weiß ich nicht.

00:20:49: Dann spreche ich mit der Person und denke, ich hätte nie gedacht, dass du so bist.

00:20:53: Und es ist eigentlich total spannend.

00:20:55: Und genau diesen Effekt können wir auch nutzen, wenn wir Leute zusammenbringen, die sonst nie miteinander sprechen würden.

00:21:02: Und das sind so ... So Momente oder sowieso.

00:21:05: Das ist so eine Ressource, mit der wir arbeiten, aber auf eben ganz vielfältige Art und Weise und mit sehr vielen auch professionellen Methoden.

00:21:12: Ja, cool.

00:21:14: Und als wir uns zum ersten Mal kennengelernt haben, ich war sehr beeindruckt von eurer Leidenschaft für dieses Thematik auch.

00:21:23: auch den Leuten zu erzählen, genau was bedeutet, sich im öffentlichen Raum zu aufhalten.

00:21:29: Rücksicht auf die Bedürfnisse den anderen.

00:21:32: Also abschließend würde ich einfach fragen, was sind eure Wunsche oder Anliegen für diese Stelle, aber auch für die Entwicklung eines Netzwerkes.

00:21:41: Weil du hast schon erwähnt, Franziska, dass ihr seid auch im Kontakt mit anderen Städten, obwohl so eine städtische Einrichtung wie diese noch nicht gibt in anderen Städten.

00:21:51: Was sind eure Wünsche auch für die Zukunft?

00:21:53: Also klar, fachlich gesehen wünschen wir uns natürlich das gewaltfreie Kommunikation.

00:21:59: im größeren Stellenwert auch weiter einnimmt generell und natürlich auch, dass eine dialogische Konfliktbearbeitung im größeren Stellenwert ein und als jetzt vielleicht eher so autoritäre Maßnahmen oder dispektive Maßnahmen.

00:22:13: Das ist so ein Wunsch an uns, gerade in diesen Grauzonen, wo das Miteinander im Vordergrund steht und nicht eine rechtliche Reglementierung.

00:22:21: Also da, wo wirklich Kontakt mit Menschen wichtig ist, wo Menschen zusammenkommen und quasi ein Miteinander aushandeln.

00:22:28: Da wäre das halt für uns sehr wichtig.

00:22:30: Und klar, was wir uns von den Bürgerinnen und Bürgern natürlich wünschen, ist auch, dass sie sich ein bisschen auch auf ihre eigene Konfliktfähigkeit schauen, wie sie auch schon mitbringen.

00:22:41: Also, wie man mit Konflikten umgeht, da haben Menschen sehr viele Ressourcen schon bereit.

00:22:46: Und das sehen wir bei uns in den Fällen halt auch immer wieder.

00:22:48: Also, wir stoßen im Grunde nur im Prozess an, um halt alle Beteiligten zu befähigen, miteinander ein Kompromiss

00:22:54: zu

00:22:55: finden.

00:22:55: Und das funktioniert eigentlich.

00:22:57: Ganz

00:22:57: gut.

00:22:58: Und würde uns

00:22:59: wünschen,

00:23:00: dass sich die Menschen da noch ein bisschen stärker drauf beziehen, wie sie eigentlich selbst schon mit Konflikten umgehen können, weil das

00:23:06: können viele

00:23:07: sehr gut.

00:23:08: Stimmt, das ist halt... Es ist auch so, dass, wenn man von würdischen spricht, wir sehr stark darauf angewiesen sind oder auch sehr stark versuchen, darauf hinzuwirken, dass ein Verständnis entsteht, ein Perspektivenwechsel entsteht.

00:23:25: Also wenn wir jetzt Jugendliches Beispiel nehmen, dass die Leute, die sich beschweren, weil es zu laut ist und zu viel ist, manchmal was auch nachvollziehbar ist.

00:23:33: Das kann auch manchmal definitiv der Fall sein.

00:23:36: Trotzdem das Verständnis.

00:23:37: entsteht, dass wir alle nur in einem begrenzten Raum zu verfügen haben, dass junge Leute alle auch Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt sind, dass auch sie Rechte haben, einen Raum zum Beispiel in der Form zu nutzen und die auch ihrem Alter entsprechend zu nutzen.

00:23:53: Es ist auch mal wichtig zu sehen, dass nicht jedes Alter die gleichen Bedürfnisse an den öffentlichen Raum stellt.

00:23:58: Wir arbeiten auch bei Themen, wo Seniorinnen und Senioren betroffen sind und da schauen dann die Bedürfnisse an den öffentlichen Raum plötzlich ganz anders aus.

00:24:06: Aber Das sollte einfach auch möglich sein und es muss auch verstanden werden, wenn wir alle weniger Raum zur Verfügung haben, wenn wir alle in dieser Stadt aber noch irgendwie zusammenleben möchten und diesen öffentlichen Raum auch brauchen, dann sollten wir ihn schützen und aber auch ... allen zugänglich macht, also erhalten, dass der sei für alle zugänglich ist.

00:24:26: Und das bedeutet auch, dass wir uns letztendlich wünschen, dass die Bürgerinnen und Bürger in jedem Alter, das gilt auch für die Jugendlichen, im Perspektive auf Ältere, verstehen.

00:24:37: dass man da aushandeln muss.

00:24:39: Und das kann man natürlich irgendwann über restriktive Maßnahmen regeln.

00:24:43: Aber wir wollen alle nicht mehr, dass es wie früher ist in Anführungszeichen, wo klar war, der öffentliche Raum ist noch zum Flanieren da, zum Sitzen, zum Wiederflanieren und recht viel mehr darf da nicht unbedingt stattfinden.

00:24:55: Das wollen wir ja nicht.

00:24:56: Wir wollen, dass mehr geht.

00:24:57: Aber das... geht auch nur, wenn man gegenseitig Rücksicht aufeinander nimmt.

00:25:01: Und das gilt auch wieder für alle, das Gruppen.

00:25:03: Und das wäre ein Wunsch und natürlich auch das andere Städte, andere Orte.

00:25:08: Insofern das Ganze übernehmen, dass nichts nur das Ordnungsamt agiert.

00:25:11: Und die haben ja auch eine wichtige Funktion.

00:25:13: Und die braucht's ja auch.

00:25:14: Und die sagen aber auch, mach mal, wär's ihnen lieber, wenn's noch andere Möglichkeiten gäbe.

00:25:20: Und da sind eben andere Städte und Orte jetzt auch dran zu überlegen, was können wir denn darüber hinaus machen?

00:25:26: Da wäre Akim eine Möglichkeit.

00:25:28: Mhm.

00:25:29: Übrigens, apropos öffentlichen Raum und Rücksicht aufeinander zu haben, ich habe euch besucht im Büro.

00:25:35: Also, wir nehmen dieses Gespräch nicht in einem Studio auf.

00:25:39: Das heißt, wenn ihr so Unterkunftsgeräusche hört, es ist einfach, weil nebenbei ein anderer Büros weitergearbeitet

00:25:45: wird.

00:25:46: Genau.

00:25:48: Also,

00:25:48: wir sind nicht alleine auch in diesem Podcast.

00:25:51: Akkusisch.

00:25:53: Und vielleicht anschließend noch ... Denkt dir einerseits, dass die Bürgerinnen und Bürger, also ein Wohner in den München wissen, dass ihr gibt, also welche Anschätzung habt ihr.

00:26:09: Und wieder wohnen wir in anderer Städte, wenn sie so was einführen würden.

00:26:16: Was würdet ihr empfehlen, diese Verankerung der Staatsabteilung zu machen?

00:26:22: Also, wie soll sie die Sache entwickeln?

00:26:24: Also, vielleicht zur ersten Frage.

00:26:28: Ob die Bürgerinnen und Bürger uns bereits kennen, also muss dazu sagen, wir sind noch eine relativ junge Stelle, also uns gibt es seit zwanzigvielzehnten.

00:26:35: Und wir machen ja, also wie gesagt, nicht nur die operative Arbeit, sondern auch Vernetzungsarbeit.

00:26:41: Also wir sind mittlerweile bei den Bezirksausschüssen, also das politische Gremien der Stadt quasi schon sehr bekannt.

00:26:49: Und die Bürgerinnen und Bürger, die halt zu diesen Bezirktausschüssen gehen, auch mit ihren Anfragen anliegen, darüber kommt sehr viel zu uns oder über den Oberbürgermeister, über die Beschwerste des Oberbürgermeisters.

00:27:02: Es gibt aber auch Leute, die schon bereits wissen, dass es uns gibt und rufen uns einfach direkt an.

00:27:06: Das gibt es auch.

00:27:07: Also ich glaube, da gibt es noch Optimierungsbedarf.

00:27:10: Klar, es wäre auch schön, wenn es uns noch mehr Leute uns auch kennen würden.

00:27:14: Aber ich glaube, wir sind da auf einem ganz guten Weg und für eine Verwaltungstelle tatsächlich sich auch recht kreativ,

00:27:20: was es dann geht.

00:27:22: Genau, es wird immer besser.

00:27:24: Es ist aber auch eine Never-Ending-Story für eine Stelle, die im öffentlichen Bereich tätig ist.

00:27:29: Also immer wieder zu sagen, hier sind wir, übrigens uns gibt's.

00:27:34: Wir waren schon mal im Street-Life-Festival, wir waren schon.

00:27:37: Bei verschiedenen anderen öffentlichen Veranstaltungen haben wir ständig gemacht.

00:27:40: Wir machen ständig irgendwelche Öffentlichkeitsarbeit, damit die Bürgerinnen und Bürger auch direkt verstehen und verstehen.

00:27:47: Sie können sich jederzeit an uns wenden.

00:27:48: Sie sind natürlich auch im Internet präsent.

00:27:51: gerade an der Werksite arbeiten, um die auch wieder irgendwie zu verändern.

00:27:54: Das sind so Sachen, die machen, die kann ja keine Stelle lassen.

00:27:57: Also das musst du ja ständig machen und weitermachen.

00:28:00: Ansonsten, man hätte ja diese Stelle auch einer Träger übergeben können.

00:28:05: Das hätte die Stadt nicht um den selber machen müssen.

00:28:08: So nach dem Subsidiaritätsprinzip.

00:28:10: Ich persönlich finde es gut, dass es eine städtische Stelle ist und dass sie beim Sozialreferat angesiedelt ist.

00:28:15: Denn wichtig ist, dass es natürlich eine... Ein Referat ist es nicht, mit regressiven Maßnahmen zu tun hat.

00:28:22: Denn dann hätte man ja einen Konflikt.

00:28:24: Dann hätte das Referat in sich einen Interessenskonflikt.

00:28:27: Also auf der einen Seite zu sagen, ich stelle US-Geld aus.

00:28:30: Und auf der anderen Seite, Konfliktmanagement anzubieten, ist ein bisschen schwierig.

00:28:34: Das heißt, sozialen Referaten eine gute Wahl, weil wir sowas nicht tun oder tun müssen.

00:28:38: Auf der anderen Seite, wir aber das städtische Stelle, einfach einen guten Kontakt pflegen können zu diesem ganzen anderen Referat.

00:28:44: Wir haben da ganz tolle Leute, ganz viele gute Kontakte.

00:28:47: wo wir einfach anrufen können und sagen können, ah, da ist deren der Konflikt und habt ihr das schon mal gehört, was macht ihr da gerade?

00:28:54: Könntet ihr bitte zum Vermittlungsgespräch kommen und die rechtliche Seite erklären?

00:28:57: Solche Sachen, da sind wir gut vernetzt und das ist auch total wichtig und wir haben natürlich an städtische Ställe dann schneller und einfacheren Zugang an diese Referate hinzukommen, als ein Träger das könnte, weil es einfach intern schneller geht, das ist ja klar.

00:29:09: Und deswegen die Empfehlung städtische Stelle ist gar nicht falsch, also das hat viele Vorteile.

00:29:15: Hat natürlich auch den Nachteil, dass wir immer wieder erklären müssen, ja, wir sind ne städtische Stelle, aber wir sind tatsächlich allparteilich unneutran im Umblick.

00:29:22: Also das ist wieder die Schwierigkeit, das könnte vielleicht ein Träger einfacher tun, aber wir sind es eigentlich als Vorteil und die Mut zu haben, also als Empfehlung, das zu tun.

00:29:31: Das ist, man braucht eine Frustrationszolleranz, es passiert nicht immer, das ist perfekt.

00:29:36: Man muss kreativ bleiben und es ist in der Verwaltung.

00:29:39: Auch leckere Prozesse manchmal, weil natürlich viele Regelungen da sind.

00:29:44: Aber nichtsdestotrotz, das zu probieren und ein bisschen von den rekresiven Maßnahmen wegzugehen.

00:29:49: Also zu sagen, ja, die gibt's, die brauchen wir auch.

00:29:51: Aber was können wir denn zuerst tun, um es mal anders zu versuchen?

00:29:54: Und da haben wir bei der Stadt München schon gute Erfahrungen gemacht.

00:29:57: und auch, dass die anderen Referate... Das ist auch sehr positiv.

00:30:00: wahrnehmen, dass sie sagen, okay, jetzt kann ich es erst mal angehen geben, bevor ich ihn wieder irgendwie in den Verfahren einleiten muss.

00:30:06: Das findet ihr auch auch sehr positiv.

00:30:08: Und da kann vielleicht schon Druck ausgenommen

00:30:10: werden.

00:30:12: vielleicht noch ein weiterer Vorteil zur städtischen Stelle.

00:30:16: Also wir arbeiten ja dann auch in Fachgämien mit und auch zu verschiedenen Konflikten, die halt der öffentliche Raum quasi bieten kann.

00:30:24: Und gerade auch das Thema nächtliches Feiern ist halt auch ein großer Punkt in München.

00:30:28: Also einerseits möchte München eine offene Stadt sein, wo halt viel auch gefeiert werden kann.

00:30:32: Andererseits natürlich gibt es das Urbedürfnis der Anwohnerinnen und Anwohner.

00:30:36: Und da hat Akin dermaßgeblich ein Strategiefenzest mit forcielt.

00:30:41: der dann im Stadtrat letztendlich dann auch vorgestellt wurde.

00:30:44: Und da wird jetzt demnächst auch eine Fachstelle nächtliches Feiern mit einem Nachtbeauftragten, einer Nachtbeauftragten, eingerichtet, die sich explizit, kann natürlich in enger Kooperation mit Akim, aber explizit um diese Feierkonflikte, um auch Nachtkultur kümmern und dann nochmal eine andere Sichtweise aufzukriegen.

00:31:02: Okay, cool, sehr schön.

00:31:04: Genau, der Entwicklungsstätig weiter.

00:31:07: Gibt's etwas, was euch am Erz liegt, abschließende Worte?

00:31:14: Abschließende Worte, genau.

00:31:17: Ein Aufruf, den öffentlichen Raum weiter vielfältig zu nutzen.

00:31:21: Mit ein bisschen Gedanken im Hinterkopf.

00:31:24: Dass es auch andere Menschen auf der Welt gibt und dass man das beachten sollte und vor allem, dass man versuchen sollte, auch zu akzeptieren, dass es Gruppen gibt, die vielleicht nicht immer schon ausschauen, nicht vielleicht sogar irritieren.

00:31:38: wo ich vielleicht noch sage, oh, da gehe ich vielleicht über drei, vier Meter weiter weg, wobei, weil ich die Gruppe nicht einschätzen kann.

00:31:43: Und trotzdem zu sagen, hey, aber die Leute brauchen einen Raum, die brauchen auch einen Platz.

00:31:47: Und da das zu akzeptieren, dass das auch in der Stadt ein Phänomen ist, das einfach da sein darf.

00:31:54: Das wäre mir ein Anliegen, dass dieser soziale Charakter das öffentliche Raums erhalten wird.

00:32:00: Und das war's für diese Folge.

00:32:01: Danke noch mal an Franziska Michael für dieses tolle Gespräch.

00:32:04: Für dieses Schifflagenthema gibt es noch zwei weitere Podcasts, die ihr in der Podcast-App eure Wahl hören könntet.

00:32:11: Weitere Informationen über Akim findet ihr in den Show notes.

00:32:14: Schifflagen ist ein gemeinsames Projekt der Petra Kelly Stiftung und der Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik und ihr könnt alle Video-Episoden auf dem YouTube-Kanal der Petra Kelly Stiftung sehen.

00:32:24: Die Musik ist von Kami McLeod, ich bin Carmen Romano und sage tschüss und bis zum nächsten Mal.

00:32:29: Untertitel im Auftrag des ZDF.

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